2. Decktag – was lange währt…

Die Annahme, dass das 2. Rendevouz am Donnerstagmorgen zielgerichteter ablaufen wird, hat sich ziemlich schnell als falsch erwiesen. Das Liebesspiel war sofort sehr stürmisch. Zum Hängen kam es nicht. Im entscheidenden Moment wendete sich die Hündin ab oder setzte sich hin. Nach über einer Stunden wurde das Treiben ruhiger und eine Bemühung des Rüden war fast erfolgreich. Die Hündin beschloss daraufhin, dass es nun genug sei mit den sportlichen Übungen und bieß den Rüden bei jeglicher Annäherung ab. Nach längerer Pause durfte der Rüde sich wieder nähern. Für intimere Kontakte war die Hündin jedoch nicht mehr bereit.

Das Vorhaben, am selben Tag den langen Heimweg anzutreten, rückte in weite Ferne. Beim Kaffeetrinken auf der Spielwiese wurden erste Pläne für einen weiteren Versuch am Abend entworfen.

Langsam steigerte sich wieder die Bereitschaft der Hündin aufreiten zu lassen. Wieder wurde der Rüde kurz vor dem Erfolg im endscheidenden Moment durch Abwendbewegungen gestört. Als ein Versuch direkt neben meinem Stuhl erfolgte, reichte ein kurzer Griff mit langem Arm unter den Bauch der Hündin um den Rückzug ein wenig zu verzögern. Nach 2,5 Stunden hingen die liebestollen Jäger mit der kleinen „Schützenhilfe“ nun doch.

Nach einem Nussgipfel und einer weiteren Tasse leckeren Kaffees wurden die Formalitäten abgewickelt. Der Heimweg zur Rush Hour durch München war eine weitere Probe. Nach 8,5 Stunden Autofahrt war der Steinmättlehof endlich erreicht.

21 Tage nach dem ersten Decktag werden wir mit einer Ultraschalluntersuchung erfahren, ob genügend Eizellen gereift sind und der Deckakt genügend Spermienzellen ans Ziel gebracht hat. Und wieder heisst es nun, Geduld zu üben…