Enna darf sich langsam näher trauen
Erwartungsgemäß durfte die Rudelschwester Enna nicht in die Nähe der Wurfkiste. Gegen Ende der Woche darf sie nun wieder ins Esszimmer bis zur offenen Grenze des Wohnzimmers. Ihr Korb steht jetzt dort. Somit hat sie heute die Funktion des Wachhundes und Torhüters, den sie als Hütehund liebt. Heute zaubert unsere Haushaltshilfe wieder eine blitzeblanke Bude für das Wochenende. Was uns freut, stresst die Hunde etwas. All die „schönen“ Gerüche werden mit Menschensynthetik-Duft ersetzt. Grässlich! Enna hat nun von ihrem Korb alles im Blick und kann ihrem Auftrag gerecht werden, niemanden heran zu lassen an das ergänzte Rudel. Als erster Welpe hat Aragorn Enna in engster Begleitung besucht. Dass ein solcher kleiner Plagegeist auf ihr herumgeklettert ist, hat sie nicht im Geringsten gestört. Den Saugversuch an den „trockenen“ Zitzen hat sie nur mit einem“mitleidigen“ Blick quittiert.
Es ist schon erstaunlich, dass Ally fast alles duldet was ich festlege. Auch die erste Abgabe eines Welpen an Coras Co-Welpensitter Tim wurde mit kurzem anfänglichen Knurren akzeptiert. In meiner Abwesenheit durfte er ohne permanente Überwachung noch nicht einmal die Etage betreten! Im Esszimmer wurde er sofort gestellt und abgedrängt. Arnold sich bei Tim sofort wohl gefühlt. Er ist sowieso der größte Kuschler vor dem Herrn und somit ideal für einen solchen Versuch. Einen quickenden Nörgler hätte ich ihm nicht geben dürfen. Das wäre wohl in die Hose gegangen…
Heute sind auch schon ein paar neue Verhaltensweisen zu beobachten. Die Welpen betteln an Allys Lefzen. Beim Wolf ist das die Aufforderung, vorverdaute Nahrung hoch zu würgen. Auch das erste Spielverhalten mit spielerischem Zugriff mit dem zahnlosen Fang zeigen sie schon. Noch sind die Wachphasen sehr kurz. Damit bleibt Zeit, den Umzug in geflieste Räumlichkeiten vorzubereiten. Die Wurfkiste weist jetzt immer häufiger Pützchen auf. Bei zunehmender Mobilität werden diese auch außerhalb der Wurfkiste passieren.Eine „pfegeleichtere“ Umgebung muss her.
Draußen hat nun der Winter mit dem 3. Tag Dauerfrost zugeschlagen. Die ersten Flöckchen tanzen am Fenster. Wenn das so weiter geht, werden das echte „Winterhunde“ mit Schneegewöhnung.




